info:sucht
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+ | ====== Sucht ====== | ||
+ | ===== Das Sucht-Problem ===== | ||
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+ | Wenn Momente der Leere auftauchen, weil gerade nichts passiert, wenn nichts mehr da ist, das einen ablenkt, greifen viele Menschen zu Suchtmitteln. Warum? Was empfindet ein Mensch in diesem Moment? Er fühlt seine eigene [[:innere Leere]] und Hohlheit. In diesem Moment gibt es scheinbar nichts mehr, das ihn befriedigt. Mit Suchtmitteln lenkt er sich von der Leere ab, weil er dieses Empfinden nicht erträgt, und damit lenkt er sich zugleich auch von sich selbst ab. | ||
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+ | Gefühle der Leere und Ödnis tauchen im Menschen auf, weil er sich von seinem Kern entfernt hat, von seinen wahren Gefühlen und Empfindungen. Stattdessen lebt er ein nach außen gerichtetes Leben. Viele Standarderwartungen an das Leben, kitschige [[: | ||
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+ | ===== Der Süchtige will süchtig sein ===== | ||
+ | Zwar ist bei Drogen irgendwann der Punkt erreicht, wo auch der Körper abhängig ist und der Süchtige scheinbar schwach und unterlegen. Aber im Ursprung, in der ersten Phase, gilt: Der Süchtige will süchtig sein. Er fühlt sich sogar größer, wichtiger, stärker als andere. Er schaut auf andere hinunter, will nicht so klein und schwach sein wie sie. Sondern er meint, er hätte einen Trick gefunden, darüber hinaus zu kommen und etwas Besonderes zu werden. | ||
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+ | Süchtige sind arrogant und stolz; sie halten sich für lebensfroher, | ||
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+ | Völlerei, Trinken von Alkohol, Aufputschmittel oder Nikotin geben dem Süchtigen den " | ||
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+ | ===== Widerstand gegen unerwünschte Hilfe von außen ===== | ||
+ | Aus dem Vorteil, den er sich vermeintlich verschafft, ergibt sich auch, daß man dem Süchtigen seine Sucht unmöglich ausreden kann. An dem Punkt, wo es um sein Festhalten an der Sucht geht, ist der Betreffende taub und schaltet auf stur und unnachgiebig. Er macht dann einfach genauso weiter wie vorher. Macht man ihn auf die Sucht aufmerksam, ändert auch das nichts. Es vergrößert meistens sogar den Trotz und die Uneinsichtigkeit, | ||
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+ | ===== Auflösung der Sucht ===== | ||
+ | Bevor man nicht selbst der eigenen Sucht überdrüssig wird, gibt es kein Ende und keinen Ausweg. Der Süchtige muß absolut genug haben; er muß sich vor sich selbst schämen und von seiner Schwäche, vom Ausmaß seines Selbstbetrugs und von der damit einhergehenden Erniedrigung entsetzt und schockiert sein. Nur durch Scham und Reue wird eine Umkehr möglich. Werden diese Empfindungen nur teilweise durchlebt, ist der Rückfall in die alte Lebensweise vorprogrammiert. | ||
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+ | Ist man für die Umkehr " | ||
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+ | Siehe auch: | ||
+ | * [[Raucherentwöhnung]] | ||
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+ | --- //Tatiana Sallaum, GLR, 23.9.2008, 24.8.2009// | ||
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